Warum Tragen?

An diesem Punkt komme ich gern mal ins Schwärmen - denn Tragen ist unheimlich toll! - deswegen versuche ich mich kurz zu fassen und mit dieser kleinen Aufzählung die wichtigsten (sachlichen) Vorteile für den Tragenden und Tragling zusammenzufassen.

Vorteile des Tragens für den Tragling

  • Die Ständige Rückversicherung zum Tragendem gibt dem Tragling Schutz, Sicherheit und Nähe und entspricht damit seinen natürlichen Instinkten
  • Der Tragling erlebt die Welt auf „Augenhöhe“ mit dem Tragenden und kann zu 100% am Alltag teilhaben
  • Der Gleichgewichtssinn des Traglings wird durch die Bewegungen des Tragenden gefördert
  • Die Anhock-Spreiz-Haltung, in der das Baby getragen wird, unterstützt die Reifung der Hüfte und hilft Hüftdysplasie vorzubeugen
  • Ebenso unterstützt das aufrechte Tragen mit gerundetem Rücken die Bandscheiben und die natürliche Entwicklung der Wirbelsäule

Vorteile des Tragens für den Tragenden

  • Ein glückliches, ruhiges und im besten Fall schlafendes Baby!!!
  • Tragen fördert die Bindung zwischen dem Tragendem und Tragling
  • Die Nähe zum Baby bewirkt die Ausschüttung des Stillhormons Prolaktin bei der Mutter, welches die Milchbildung anregt
  • Flexibilität auch da wo ein Kinderwagen Grenzen hat (Großveranstaltungen mit vielen Menschen, Treppen…)
  • Man hat die Hände für Hausarbeit und ältere Geschwister frei

Warum Tragen?

Darüber hinaus möchte ich aber erwähnen das für mich vor allem die vielen unvergesslichen Momente das Tragen ausmachen, in denen ich mit meinem Kind zusammen war. Zum Beispiel wenn meine Tochter glücklich und eng an die Brust gekuschelt im Tragetuch schläft und ich sie ansehe und vor Liebe fast platzen könnte. Oder ich in der Küche 2 Stunden zum Kochen brauche, weil ich ihr jeden Schritt einzeln erkläre und zeige, während sie von meiner Hüfte aus alles sehr genau verfolgt. Außerdem heißt Tragen für mich auch immer wieder die vielen positiven Reaktionen, wenn ich mit meiner Maus auf dem Rücken durch die Stadt laufe und darauf angesprochen werde, die nicht zuletzt „schuld“ daran sind, dass ich Trageberaterin geworden bin.